Braunkohle wird in allen Teilen der Welt im Tagebau gewonnen. Kohle war das schwarze Gold, das die Industrialisierung befeuert hat und noch heute in vielen Ländern der Erde das Rückgrat der Energieversorgung bildet.
Allerdings führt der weltweite Verbrauch von Kohle zu einer zentralen Ursache für den Klimawandel, keine andere Energiequelle trägt soviel zum CO 2 Ausstoß bei wie Kohle.
Gravierend sind auch die Schäden, die der weltweite Abbau, von der Förderung bis zur Verbrennung, Mensch und Natur zufügt. Alleine in Deutschland haben in den letzten 90 Jahren 110.000 Menschen Ihre Heimat verloren, weil Ihre Dörfer und Gemeinden dem Abbau der Braunkohle weichen mussten.
Der Flächenverbrauch der Braunkohle Tagebauten ist immens - in Deutschland wurden bisher 180.000 Hektar Fläche vernichtet, das entspricht 1800 Quadratkilometern.
Dies kaum vorstellbaren Dimensionen waren der Auslöser für meine Fotoprojekt "Atlas Orte ohne Wiederkehr". Die Bilder entstanden mit Hilfe von Google Earth als Screenshots am Computer, wobei die Aufnahmen aus einer Höhe zwischen 1500 m und 2000 m gemacht wurden. Neben Deutschland auch in aktiven oder bereits still gelegten Braunkohle Tagebauten in China, Russland, Indien, Australien, Südafrika & Griechenland.
Aus dieser entrückten Perspektive entstehen nicht nur Bilder einer bizarren, abstrakten Formenwelt mit unwirklichen Farben von schrecklicher Schönheit, es werden auch die massiven Eingriffe des Menschen in die Natur sichtbar.